Es war einmal an einem goldigen Septembertag, als sich eine tollkühne Truppe von 14 Turnerinnen und Turnern auf dem Schulhof des beschaulichen Dorfes Horriwil trafen, um sich auf eine abenteuerliche Reise zu wagen. Zuerst stiegen sie in den Bus ein, der sie von der Idylle des Wasseramts, über den emsigen Bahnhof der Stadt, weit hinauf auf den Balmberg führte. Von dort aus nahmen sie den ersten Teil ihres beschwerlichen Fussmarschs in Angriff. Sie keuchten und der Schweiss tropfte ihnen von der Stirn. Nur zwei eifrige Herren, hüpften leichten  Schrittes den Berg hinauf wie junge Rehe. Das erste Etappenziel, der Gasthof Hinterer Weissenstein, bot den hungrigen und durstigen Wandersleut schmackhafte Speisen und Getränke und eine Bank zum Ausruhen. Die Zeit wurde auch genutzt, um die geschundenen Füsse zu pflegen. Der Weg führte die tapferen Turnerinnen und Turner vorbei an der Hasenmatt (wobei es sich einige der unbeugsamen Herren nicht nehmen liessen, auf dem Gipfel der Hasenmatt die Aussicht zu geniessen) zum Althüsli,  wo der anwesende Vorsitz den Gebeutelten eine Erfrischung und eine Leckerei spendierte. Nun war der Weg zum Ziel zwar nicht minder steinig, jedoch nicht mehr ganz so lange. Doch als der Lohn für die Mühen schon beinahe in greifbarer Nähe schien, bäumten sich die Naturgewalten auf und versuchten die kämpferische Truppe mit Donner und Blitzen vom rechten Weg abzubringen. Aber davon liessen sie sich nicht beirren und kämpften sich gegen alle Widrigkeiten an ihr Ziel, den Untergrenchenberg. Dort wurden die erschöpften Wandersleut vom einem wohlriechenden Herrn im edlen Zwirn und dessen vergnügtem Genosse empfangen. Die Wirtin des Gasthauses vermochte durch ihren trockenen Humor und ihre non-chalante Art, die angeheiterten Gäste gänzlich zu überzeugen. Die Köchin verköstigte die hungrige Gemeinschaft, allen voran den Patron dessen Name an diesem feuchtfröhliched Abend auffallend oft gefallen war, mit frischen, hausgemachten Speisen, dazu floss reichlich Alkohol. Als dann alle vollgefressen und angetrunken waren, die Herren mit Karten gespielt, die Stimmung ihren Höhepunkt erreicht und das schallende Gelächter einiger Damen auch die Neugier der anderen Gäste des Hauses erweckt hatten, erschienen drei noble Herren, darunter «le président» persönlich. Mit ihren edlen Kutschen führten sie die erschöpften Turnerinnen und Turner nach einem gleichzeitig qual- und freudvollen Tag wieder zurück in ihr beschauliches Dorf im Wasseramt.

Michelle Hofer

 

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